Viele Menschen sind verwirrt, wenn sie sich zum ersten Mal mit der Auftragsfertigung von Hautpflegeprodukten auseinandersetzen. Die Kosten, der Zeitaufwand und die Mühe, die für diese beiden Modelle erforderlich sind, unterscheiden sich erheblich, und die Wahl des falschen Weges kann die Markteinführung Ihres Produkts um drei Monate oder länger verzögern.

Was ist der Unterschied zwischen OEM und ODM?

OEM (Original Equipment Manufacturer) bedeutet Auftragsfertigung: Sie liefern die komplette Rezeptur, das Design und die Verpackungsspezifikationen, und der Hersteller übernimmt die Produktion. Es ist, als würden Sie einem Restaurant ein Rezept geben und den Koch bitten, sich genau daran zu halten. Die Rezeptur gehört Ihnen, die Produktspezifikationen sind Ihre, und der Hersteller führt lediglich die Produktion durch.

ODM (Original Design Manufacturer) bedeutet Auftragsentwicklung und -fertigung: Der Hersteller stellt Ihnen bestehende Rezepturen zur Auswahl. Sie wählen eine aus, passen Duft, Farbe oder Verpackung an, und schon kann die Produktion beginnen. Es ist wie eine Bestellung à la carte mit kleinen Änderungswünschen, zum Beispiel weniger Öl oder Salz.

Der größte Unterschied liegt im Besitz der Rezeptur. Bei OEM gehört Ihnen die Rezeptur; bei ODM gehört sie dem Hersteller. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Flexibilität beim Herstellerwechsel und die späteren Kostenverhandlungen aus.

Zeitunterschied in der Praxis

Angenommen, Sie möchten ein Hyaluronsäure-Serum herstellen:
OEM-Prozess:

  • Entwickeln Sie die Formel selbst oder beauftragen Sie einen Formelentwickler (1–2 Monate).
  • Senden Sie die Rezeptur zur Mustererstellung an den Hersteller (2–3 Wochen).
  • Formel testen und anpassen (1–2 Monate)
  • Stabilitäts- und mikrobiologische Prüfung (1–2 Monate)
  • Massenproduktion (3–4 Wochen)

Der gesamte Prozess dauert mindestens 4–6 Monate.

ODM-Prozess:

  • Wählen Sie eine Rezeptur aus der bestehenden Bibliothek des Herstellers (1 Woche).
  • Farbe, Duft oder Viskosität anpassen (1–2 Wochen)
  • Verpackungs- und Etikettendesign bestätigen (2–3 Wochen)
  • Massenproduktion (3–4 Wochen)

Der Versand kann in nur 2–3 Monaten erfolgen.

Wann ist ODM geeignet?

1. Existenzgründer, die zum ersten Mal den Markt testen
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Verbraucher kaufen werden, ist es ratsamer, mit ODM kleine Chargen zu testen, anstatt viel Geld in eine einzigartige Rezeptur zu investieren. Viele taiwanesische E-Commerce-Marken beginnen so: Sie nutzen ODM, um die Verkaufszahlen zu validieren, und investieren erst dann in OEM, wenn die Marke etabliert ist.

2. Begrenztes Budget
Die Entwicklung einer neuen Rezeptur, einschließlich Rohstofftests, Stabilitätsprüfungen und Wirksamkeitsnachweisen, kostet leicht über 200.000 NT$. ODM spart diese Kosten und ermöglicht es Ihnen, sich auf Marketing und Markenaufbau zu konzentrieren.

3. Schnelle Erweiterung der Produktpalette
Wenn Sie bereits ein Flaggschiffprodukt haben und schnell Gesichtsreiniger oder Körperlotionen auf den Markt bringen möchten, ist ODM eine kostengünstige Lösung zur Unterstützung dieser Produkte, da die Verbraucher bei diesen Artikeln weniger Wert auf Einzigartigkeit legen.

4. Saisonale oder limitierte Editionen
Bei kurzfristigen Projekten wie Geschenksets zum Mondfest oder zum Muttertag ist die Schnelligkeit von ODM ein klarer Vorteil. Schließlich möchte man nicht sechs Monate in die Entwicklung einer Rezeptur für ein Produkt investieren, das nur zwei Monate lang verkauft wird.

5. Fehlende kosmetische Fachkenntnisse
Wenn Sie sich mit Inhaltsstoffen oder Konservierungsmitteln nicht auskennen, können Sie bei ODM auf die Erfahrung des Herstellers vertrauen. Die Rezepturen sind markterprobt, stabil und sicher.

OEM oder ODM? Stellen Sie sich drei Fragen

  • „Benötigt dieses Produkt ein Alleinstellungsmerkmal?“
    Wenn Ihre Markenbotschaft auf einer exklusiven Rezeptur beruht, wählen Sie OEM. Wenn Design oder Kosteneffizienz im Vordergrund stehen, ist ODM ausreichend.
  • „Wie viel Zeit habe ich?“
    Wenn der Marktstart in weniger als drei Monaten stattfindet, ist ODM die einzige Option.
  • Werde ich in Zukunft den Hersteller wechseln?
    Falls ja, behält der OEM die Eigentumsrechte an der Formel, was mehr Verhandlungsspielraum bietet.

Etwa 70 % der taiwanesischen Hautpflege-Startups entscheiden sich zunächst für ODM (Original Development Manager). Der Grund ist einfach: Überleben steht an erster Stelle. Sobald die Marke etabliert ist, über treue Kunden und einen positiven Cashflow verfügt, investieren sie in OEM (Original Equipment Manufacturer), um Flaggschiffprodukte zu entwickeln.

Glauben Sie nicht, dass ODM gleichbedeutend mit minderwertig ist. Viele Bestseller aus der Drogerie werden tatsächlich von ODM-Herstellern produziert. Verbraucher achten auf die Produktleistung und die Markenphilosophie, nicht darauf, ob es sich um OEM oder ODM handelt.

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